Das Team Amman Express ist Teilnehmer der Allgäu Orient Rallye 2009 mit der Startnummer 37.

Samstag, 9. Mai 2009

7. Tag: Göreme - Aleppo

Heute ging es von Kapadokien nach Südosten Richtung Syrien. Über das landschaflich einmalige anatolische Hochland mit seinen schneebedekten Gipfeln erreichten wir gegen 17.30 Uhr den türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al Hava. Die Grenzformalitäten nahmen etwa 3,5 Stunden in Anspruch - obwohl das noch kürzer war, als wir erwartet hatten. Schließlich jedoch durfte unser Team nach Syrien einreisen. Wir sind das 2. aller Ralleyteams, das die syrische Grenze passiert hat! Dazu beglückwünschen wir uns selbst und finden, dass das zu gewinnende Kamel in greifbare Nähe rückt.















Das Nachtlager schlugen wir in in Aleppo, 60 km hinter der Grenze, auf. Die orientalisch-wuselige Metropole hat knapp 1,7 Millionen Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Stadt Syriens noch vor Damaskus. Aleppo soll eine der ältesten noch bewohnten Städte der Welt sein - nach dem Nationalpark Göreme die zweite Stätte des UNESCO Weltkulturerbes, die wir auf unserer Reise sehen.

6. Tag: Istanbul - Göreme


Nach dem entspannenden Ruhetag in Istanbul ging es weiter nach Ankara. Die Sonderaufgabe, die uns in der Hauptstadt der Türkei erwartete, war eine größere Herausforderung! Sich auf der 17. Stufe des Anitkabir (Atatürk Mausoleum) fotografieren zu lassen, stellte sich als nicht so trivial dar, wie es den Anschein hatte. Auch der Verkehr war eine Herausforderung der besonderen Art und setzte halsbrecherische Manöver voraus. Nichtsdestotrotz erreichten wir schließlich aufwundersame Weise unbeschadet unser Ziel.

Weiter ging es ins anatolische Hochland, nach Kapadokien. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir nach 12 Stunden Fahrt den fantastisch gelegenen Campingplatz mit Blick über den Göreme Nationalpark mit seinen bizarren Kalksteinformationen. Die Gegend ist wirklich wunderschön und zu Recht UNESCO Weltkulturerbe. Die Zelte wurden aufgebaut und ein köstliches Abendessen aus landestypischen Spezialitäten zubereitet.

Mittwoch, 6. Mai 2009

5. Tag: Istanbul







Heute war unser freier Tag in Istanbul. Fast frei. Mit großem Erfolg konnten wir die Tagesaufgabe eines Gruppenbildes an der Straßenbahnstation Großer Basar erfüllen.



Unser eigentlich für heute angesetztes Treffen mit QuestNet ist leider ausgefallen. So hatten wir ein wenig Zeit zum Sightseeing, zum Pflegen unser müden Knochen im Hammam und uns zu entspannen vor dem Ritt durch die Türkei.

Dienstag, 5. Mai 2009

4. Tag: Sofia - Istanbul


Heute wartet eine große Herausvorderung: Der Weg nach Istanbul. Schlechte Straßen, schwierige Grenzen und Verkehrschaos waren zu, erwarten. Außerdem sollte in Bulgarien gelten: There is one rule - no signs! Keine Hinweisschilder! Das bedeutet Navigation mit Kompass, Karte und Kilometerzähler.


Und dann das: Kaum aus Sofia raus, zeigt sich die ganze Pracht bulgarischer Landstraßen: Schlaglöcher groß wie Badewannen. Oder: Zwischendurch störte die Straße einfach die Durchfahrt durch das große Loch.














Die Buckelpiste forderte ihren Tribut bei unserer angeschlagenen Lady: Der Saab rumpelte und liess seinen Auspuff hängen: Ein beherzter Tritt erlöste den Wagen von seinem Leiden. Und ohne Endrohr ging das ganze auch viel schneller.






Dann die Überraschung des Tages: Die Straßen wurden besser, die Ausschilderung war hervorragen. Eine Umleitung machte die Rallye zur Rallye: Buckelpiste at its best! Dafür waren die Grenzübertritte nach Griechenland und die Türkei weitgehend problemlos. Etwas bleich wurde der türkische Grenzbeamte nur bei dem Gedanken, dass noch 200 Rallye-Autos in seinem ruhigen Posten einfallen könnten.....













Also auf nach Istanbul. Die Türkei zeigt sich von seiner besten Seite: Moderne Infrastruktur, viel Industrie und flüssiger Verkehr. Aber dann! Istanbul kündigt sich durch Stau an. Und promt passiert, was nicht passieren darf: Wir verlieren ein Auto. Während Benz und Saab nach mit viel Mühe den richtigen Weg finden (auch die Umwege, wenn in den engen Einbahnstraßen der Altstadt mal wieder Autos parken und den Weg versperren). Es fehlt der Ford.....




Der war inzwischen weiter unterwegs Richtung Ankara und versuchte dann, Istanbul von der anderen Seite zu nehmen. Die Türken am Wegesrand waren freundlich, machten verzweifelte Gesten und waren letztlich nicht wirklich hilfreich. Auch die Erklärung eines Taxifahrers half nicht wirklich. Zwei Stunden später kam der Ford dann aber doch im Cordial House an.

Die Autos in einer Garage verstaut, das Zimmer bezogen und raus in die Stadt! Nach einem Abendessen mit einem anderen Team und einem kurzen Stadtbummel war der Tag zu Ende. Und ein ganzer Tag Istanbul steht noch bevor!

Montag, 4. Mai 2009

3. Tag: Belgrad - Sofia

Da wir nur die relativ kurze nach Strecke nach Sofia vor uns hatten, konnten wir das Aufstehen heute um eine gute Stunde auf siebn Uhr nach hinten verlegen. Nach Abbau unserer Zeltstadt, Bepacken der Autos und dem obligatorischen Pruefen der Lebenssaefte von "Lady Saab" (wir lieben sie und sie bedarf sehr viel Aufmerksamkeit, wir werden sie aber wohl nie ganz verstehen) warfen wir uns in das Getuemmel von Belgrad. Den Teil den wir sahen war leider nicht von ganz grosser Schoenheit gesegnet.




















Unsere Route führte uns weiter über Cacak, Kraljevo, Krusevac, Nis zum Grenzübergang Dimitrovgrad. Eigentlich wollten wir die Strecke nach Kraljevo über kleinere Strassen abkürzen, aber selbst ein ortskundiger Serbe, der sich zum Wegweisen dem Team zeitweise anschloss, kannte die Strasse nicht und empfahl zudem dem Kosovo nicht zu nah zu kommen. Parallel der Autobahn zwischen Krusevac und Nis fand sich eine fast ungenutzte Piste, trotz ein paar Löchern und Wellen aber gut befahrbar. Später einsetzenden Platzregen verdeckte den fehlenden Strassenbelag aber ganz gut.

Hinter Nis führte uns eine gut ausgebaute Strasse durch Schluchten und Hochebenen zum Grenzübergang nach Bulgarien. Sechs Stationen waren hier zu überwinden, die neben Zoll und Passkontrolle insbesondere des Austausches eines mysterioesen USB-Sticks gewidmet waren. Nach einer guten Stunde wurden wir von einer Horde Hunden mit sichtbaren Blessuren aus automobilen Kontaktaufnahmen freundlich empfangen.





Nach Sofia war es nun nur noch ein Sprung und das empfehlenswerte Hostel im Zentrum schnell gefunden. Hier wurden wir von Gergana Paraskova in Empfang genommen, die uns in ein (fast typisch bulgarisches) Lokal begleitete. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an Gergana und Zonta International.